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The great Goatsby

Mut zur Begegnung – Von Männern zu Ziegen

Gelegenheiten zaubern unvergessliche Momente. Zufälle und Schicksal lassen uns ständig neue Wege gehen. Der Blick durch die Linse eines Fotoapparates lässt dich diese Momente nicht nur für die Ewigkeit einfangen, er schafft Beziehungen und öffnet Türen.

Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an. Wie auch diese hier. Von einem Fremden, der ein bisschen zum Freund wurde. Eine Geschichte von Bescheidenheit, purem Leben und echter Emotion.

Es ist eine Story vollgepackt mit kleinen Wundern, die ich in meine Schatzkiste der besonderen Erlebnisse packe. Die Geschichte einer Begegnung von Ziegen und Männern.

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Frühmorgens machten Felix, Lien und ich uns auf den Weg, das zauberhafte Licht der aufgehenden Sonne einzufangen. Das Erwachen der Natur ist im Landesinneren von einer seltsamen und wunderschönen Lichtstimmung begleitet und so machten wir drei Fotosüchtigen uns auf den Weg zu einer Passhöhe im Hinterland der Insel.

Da saßen wir nun und warteten auf die sanften Strahlen der aufgehenden Sonne, als ein roter Pick-up die morgendliche Ruhe störte.

Alle hundert Meter blieb der Wagen stehen, ein agiler älterer Mann sprang aus dem Auto und stieß merkwürdig anmutende Laute aus. Ein kurioses Spektakel, dass uns neugierig machte. In einiger Entfernung entdeckten wir eine Ziegenherde, die sich beim wildgestikulierenden Gepfeife in Bewegung setzte.

Kurzerhand habe ich den Mann einfach angesprochen, er hat mich einfach neugierig gemacht. Felix, der ja immer auf der Suche nach Menschen vor seiner Kamera ist hat ihn kurzerhand gefragt, ob wir ihn fotografieren dürfen. Samadis war sein Name, das war aber auch schon das Einzige, dass wir verstanden hatten. Er sprach ausschließlich griechisch und wir mussten uns unseren Reim auf seine fremden Worte, gepaart mit seinen stürmischen Gesten, machen.

Er wirkte mächtig stolz, dass Felix gerade von ihm und seinem roten, staubigen Auto Fotos machen wollten, und zeigte uns auch gleich seinen „Schatz“. Es war das Bild seines Schutzpatrons, der leicht vergilbt und zerschlissen hinter der staubigen Windschutzscheibe schützend seine Hände über ihn ausstreckte. Sein Gesicht hatte tiefe Falten. Man sah Samadis an, dass er an ein karges Leben gewöhnt war. Und trotzdem (oder gerade deshalb) durchzog sein Gesicht ein ehrliches und breites Lachen.

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Wir beschlossen Samadis auf seiner Runde zu begleiten, zu groß war die Neugier auf das Unbekannte. Abenteuerlich ging es über Schotterpisten dahin, immer wieder blieb der freundliche Grieche stehen, und pfiff wild gestikulierend nach seinen Tieren, die sich umgehend in Bewegung setzten. Unsere Intuition hat uns geleitet, uns an Abzweigungen den rechten Weg nehmen lassen und uns schließlich zum Refugium des Ziegenhirten Samadis geführt. Sehr entlegen und einsam fanden wir uns an einem bescheidenen Platz vor dem Stall der Ziegen wieder. Ein Gefühl der Unsicherheit und ein Hauch von unbequemer Angst überflog uns. Was, wenn Samadis etwa die Situation ausnutzte und versuchte uns zu überfallen? War er uns hier an seinem Anwesen auch so gut gesonnen, wie zuvor auf der Straße? Dem anfänglichen Enthusiasmus wich ein eher mulmiges Gefühl und wir warteten gespannt auf das Eintreffen des Ziegenhirten.

Unsere Spannung stieg, als wir den Pickup in einer Staubwolke auftauchen sahen. Begleitet von freudigem Winken und einem griechischem Wortschwall hieß uns Samadis auf seinem Kleinod Willkommen. Obwohl wir als Fremde einfach auf sein Grundstück gekommen sind, hat Samadis uns wie alte Freunde empfangen. Er rieb sich den Bauch während er freudig gestikulierend weiter auf uns einredete. Seine Ziegen hatten Hunger. In seinem bescheidenen Stall lagerte er das Futter für seine Tiere und versuchte uns zu erklären, dass der Mais aus überreifen Beständen oder Missernten stammt. Scharenweise versammelten sich die munteren Tiere um Samadis. Er sorgte sich um seine Tiere und die dankten es ihm mit Verbundenheit und Treue. Samadis begann seine Ziegen fürsorglich zu tränken und sie mit Wasser zu versorgen. In der südl.ndischen Gelassenheit hat er nicht darauf vergessen Pausen einzulegen und hat sich mit einer Zigarette gemütlich an seinem Dasein zu erfreuen. Ganze 2 Scheibtruhen voll Mais hat der Ziegenhirte an seine Tiere verfüttert, die gierig auf ihre Tagesration gewartet hatten. Voller Energie stürzten sich die Tiere auf das Futter. Mittendrin in diesem Chaos aus Fell, Staub und Gemecker versuchten wir mit unseren Kameras diesen Moment einzufangen. Die Emotion und die Stimmung in unserem Fotomaterial zu konservieren. Die Tiere waren uns gegenüber sehr reserviert und haben vorsorglich einen Sicherheitsradius von drei bis vier Metern eingehalten. Wir waren Fremde für Sie.

Und wie sich Mißtrauen überwinden lässt?

Mit dem Glauben an das Gute.

Mit der Offenheit für neue Begegnungen.

Mit der ehrlichen Freude solcher Momente.

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An diesem Abend haben wir uns noch lange über den turbulenten Tag unterhalten und festgestellt:

Wenn man den Menschen mit offenen Armen entgegen geht, ihnen mit einem Lächeln und Wertschätzung begegnet, dann reflektieren Sie Freundlichkeit, Offenheit und Ehrlichkeit. Die Begegnung mit Samtdis hat mich sehr bewegt.

Dieser Tag war unheimlich echt und unheimlich nah am purem Leben. Diese Begegnung hat mir gezeigt, dass es sich lohnt, den Mut für Offenheit aufzubringen und für neue Abenteuer und Menschen offen zu sein.

Es ist viel schöner Brücken zu bauen, als Grenzen zu ziehen, selbst wenn man unterschiedliche Sprachen spricht.

Wer ein Freund von Abenteuerreisen ist, sollte unbedingt Felix und Lien verfolgen.

Felix auf Instagram
Lien auf Instagram


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Bilderdruck für die Ewigkeit

Druckqualität in Perfektion…

Es treibt mich immer wieder hinaus, an die schönsten Plätze unserer Erde, um den perfekten Moment und das beeindruckenste Erlebnis für die Ewigkeit fest zu halten. Ich möchte jeden Kontinent unseres Planeten entdecken und seine Schönheiten erforschen. Bizarre Landschaften erklimmen und die Naturschauspiele des Lebens festhalten und verewigen. Das schönste Set ist die Schönheit und Stimmung unberührter Natur. Diese spektakuläre Komposition aus Farbe, Licht und Weite spiegelt sich in meinen Bildern wieder.

Ich habe lange nach einer Drucktechnologie gesucht, die die Tiefe und den Zauber der fotografischen Momente wider gibt. Rund 1,5 Jahre habe ich Arbeit, Schweiß und KnowHow in die Weiterentwicklung der ChromaLuxe-Technologie gesteckt um meine Bilder in ihrer Tiefe zu verewigen. Viele Stunden habe ich am perfekten Ergebnis gefeilt – mit Erfolg.

Dieses außergewöhnliche Druckverfahren ermöglicht es mir, den Betrachter meiner Fotografien mit an den Ort, mit ins Erlebnis zu nehmen. Keine andere Technologie bildet die Farbbrillanz und Tiefe so ab, wie das ChromaLuxe Verfahren. Die Reinheit, Tiefe und Feinheit beeindruckt mich an den fertigen Bildern Tag für Tag und lässt mich gedanklich auf Reisen gehen.
Darum bin ich auch offizieller Partner von ChromaLuxe, die Aurora Studios zählen zu den Professional Labs und Fine Art Printers.

 

In feinen, limitierten Editions meiner hochwertigen Bilder kannst du dir die Magie und den Zauber des Wunders Natur nach Hause holen. Bis zu 2,44 Meter x 1,22 Meter große Kunstwerke können mit der ChromaLuxe Technologie in den Aurora Studios produziert werden. Das ist derzeit in Österreich einzigartig. Unterschiedliche Oberflächen und Rahmungen ermöglichen es dir, dein Lieblingsbild individuell und mit unglaublicher Tiefe und Brillanz zu verewigen. Informationen zu den unterschiedlichen Oberflächen und Rahmenvarianten findest du hier.

Eine außergewöhnliche Auswahl der schönsten Momente unseres Planeten findest du in in meinem Shop. Mit diesen Bildern holst du dir die Welt nach Hause. Auch eigene Bilder können mit dieser Technologie in den Aurora Studios gefertigt werden.

Du hast Fragen zu den unterschiedlichen Oberflächen und Rahmungen?

Du möchtest wissen, welche Anforderungen für Bilder zum Drucken mit der ChromaLuxe Technologie gelten?

Du würdest dich gerne bei deiner Bildauswahl beraten lassen?

 

Schreib uns bitte hier eine Nachricht, wir werden deine offenen Fragen zuverlässig und rasch beantworten.

 

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Unser Druckverfahren: ChromaLuxe

Landscape Photography

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Gesäuse

Das Gute liegt so nah…

Unweit meines Studios liegt eine landschaftliche Perle. Verborgen in ruppigem Gelände und ursprünglichen Wäldern erhebt der Nationalpark Gesäuse sich mit seinen anspruchsvollen Gipfeln.

Weil ich bekanntlich immer die Herausforderung und das Abenteuer suche, haben Ilona und ich unsere Rucksäcke gepackt, die Wanderschuhe poliert und natürlich hab ich auch meine Kameras justiert. Gespannt machten wir uns auf, um eine Woche Natur pur im „XEIS“ zu erleben.

Diesmal wollten wir den Nationalpark nicht verlassen und haben uns auf den Hütten des Gesäuses eingebucht. Wie sich herausgestellt hat eine sehr gute Entscheidung, da die Lichtsitutationen im Gesäuse ein frühes Aufstehen oder sehr spätes Heimkommen bedingen, aber dazu später mehr.

4 Hütten lagen auf unserer Route:

Alle Hütten liegen strategisch günstig an neuralgischen Gipfelstürmerpunkten und bieten ein perfektes Basislager für den Aufstieg auf die sehr anspruchsvollen 2000er. Die Abende am Berg, träumend am wärmenden Lagerfeuer sitzend, haben einen sehr speziellen Zauber auf uns ausgeübt. Die Ruhe, die Erhabenheit und die unglaublichen Eindrücke des Tages haben das Gefühl einer besonderen Gelassenheit in uns hinterlassen.

Der Nationalpark Gesäuse ist ein anspruchsvoller und sehr junger Nationalpark, der erst 2001 gegründet wurde. Trotz seiner großen Herausforderungen beim Klettern, Bergsteigen und wandern bietet der Nationalpark aber auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Neben Campingmöglichkeiten, gemütlichen Hüttenurlauben, Action beim Raften oder Kanu fahren, bietet die Umgebung zahlreiche besondere Ausflugsziele. Die Bergtouren des Gesäuses sind wahrlich kein „Kindergeburtstag“: Im Schnitt überwindet man auf einer Tour schon mal 1.400 Höhenmeter. Auch meine Wildcard-Gewinnerin Lisa hat sich das Abenteuer nicht ganz so anstrengend vorgestellt, den Gipfelsieg aber trotzdem mit Bravour gemeistert. Push your Limits: Das ist das Motto im Gesäuse.

Nach drei Tagen gipfelstürmen haben auch Ilona und ich uns eine Bergauszeit genommen und sind Richtung Stift Admont aufgebrochen. Hab ich doch tatsächlich 27 Jahre gebraucht, um diesen Schatz zu entdecken. 1074 wurde das Benediktinerkloster mit seiner weltgrößten Klosterbibliothek gegründet. Die beeindruckende Architektur zählt neben den literarischen Schätzen zu den größten Kunstwerken des Spätbarocks. Die unheimliche Weite der Räume, bis unters Dach prall gefüllt mit Wissensschätzen, hat einen tiefschürfenden Eindruck bei mir hinterlassen. Zirka 200.000 Bände, Zeugen unserer literarischen und theologischen Wurzeln, füllen die Stiftsbibiliothek in Admont. Wer einmal unter dem beeindruckenden Fresko im großen Kuppelsaal gestanden hat weiß, wie klein und ehrfürchtig man sich in diesen Räumlichkeiten fühlt. Wer also noch nie dort war: Unbedingt einen Ausflug in die Stiftsbibliothek Admont planen, es lohnt sich wirklich.

Wieder zurück im Nationalpark haben wir am nächsten Tag sofort wieder in unsere Wanderschuhe angelegt und waren bereit für einen Gipfelsieg. Wir haben beschlossen den leichtesten der 2000er Gipfel im Gesäuse zu erklimmen. Das selbst der so anspruchsvoll ist, damit haben wir allerdings nicht gerechnet. Aufgestiegen von 580 Höhenmeter auf 2045 Meter sind wir nach 6 Stunden ziemlich erschöpft, aber auch unheimlich glücklich am Gipfel gestanden. Das Gesäuse wird in Bergfex Kreisen nicht umsonst die „Universität des Bergsteigens“ genannt. Mich erinnert der Nationalpark sehr stark an die landschaftlichen Schönheiten des Yosemite Nationalparks in den USA. Auch meine Fotoergebnisse sind sich sehr ähnlich. Beide Nationalparks bestechen durch eine raue Landschaft, geprägt von tiefen Schluchten, die von Bächen und reissenden Wassern durchzogen sind. Steile, herausfordernden Gipfel ragen über die unzugängliche Landschaft, die Naturschönheiten der Extraklasse zu bieten hat.

Fotografisch hat mir das Gesäuse alles abverlangt: Die Lichtverhältnisse sind bedingt durch die landschaftliche Besonderheit eine wirkliche Herausforderung. Nur mit einer Übernachtung ist es möglich, das Stimmungslicht der Sonnenauf- oder untergänge zu erhaschen. Das bedeutet, dein Gipfel-Aufstieg beginnt dann bereits um Mitternacht. Dafür belohnt wirst du mit einer Stimmung, wie du sie selten zu sehen bekommst. Diese Ausblicke über meine Heimat haben mich sehr berührt und uns für die Strapazen mehr als belohnt. Für die besten Fotos im Gesäuse musst du auch körperlich an dein Limit gehen, unwegsames Gelände erklimmen und immer bereit sein, alles für dieses eine Bild zu geben. Du musst schnell genug sein, um den richtigen Moment für den „Schuss“ nicht zu verpassen und wirst dafür mit faszinierenden Landschaftsbildern belohnt.

„Wenn man im Gesäuse fotografieren kann, kann man wohl auf der ganzen Welt fotografieren“.

Lieber Nationalpark Gesäuse, ich komme sicher wieder, auch wenn mich meine nächste „Mountain Experience“ sicher wieder woanders hin treibt. Denn es gibt noch so viel zu entdecken und Naturwunder festzuhalten, die so nie wieder kehren. Auch wenn es mich meist rund um den Erdball trägt, die größten Wunder liegen oft vor einem. Sind so nah, dass man sie beinahe übersieht. Für weitere Infos zum unendlich schönen, aber herausfordernden Nationalpark Gesäuse, checkt die Infos auf der Webseite:

Die Bergführer und Tourismusexperten vor Ort helfen euch gerne, das perfekte Programm für euer Abenteuer in der Hochsteiermark zusammen zu stellen.

Links zu:

Nationalpark Gesäuse

Stiftsbibliothek Admont

Yosemite Nationalpark

Nationalparks Österreich

Betriebe und Hütten im Gehäuse


1001 Erlebnisse in Marokko

1001 Erlebnisse in Marokko

Auch in meinem Urlaub lässt mich meine Leidenschaft für die Landschaftsfotografie nicht los. Meine Reiseziele werden vorrangig nach ihren Fotozielen ausgewählt. Landschaften und Orte, an denen ich besondere Momente und außergewöhnliche Stimmungen einfangen kann.

Außerdem haben meine Liebe und ich einen gemeinsamen Plan: Wir wollen alle Kontinente bereisen und gemeinsam die ganze Welt entdecken. Ich gebe zu: Mit der Antarktis könnte es sich etwas schwieriger gestalten.Diesmal haben wir also als Reiseziel den Kontinent Afrika gewählt und uns für unser „erstes Mal“ für Marokko entschieden. Marokko ist in wenigen Stunden von Österreich aus zu erreichen und war somit für uns der „sanfte Einstieg“ in das Abenteuer Afrika.

Marokko hat ein ganz besonderes Fotomotiv zu bieten: Nämlich die Sahara. Die größte zusammenhängende Trockenwüste der Erde hat immer schon eine unheimliche Magie auf mich ausgeübt und mich fasziniert. Ich wollte die besonderen Linien dieser Wüstenlandschaft und ihre Ruhe in ihrer puristische Schönheit für die Nachwelt festhalten. Der Sand und der Wind formen natürliche Kunstwerke in die Weite der Wüste.

So landeten wir nun also in der Hauptstadt Marrakesch, mitten in einem Märchen aus 1001 Nacht – aber auch 1001 seltsamen Erlebnissen und Begegnungen. Die Hauptstadt ist geprägt von hektischem Treiben, fremden Gerüchen und laut hupendem Verkehr. Nur 4 Flugstunden von der Heimat entfernt waren wir in einer vollkommen anderen Welt angekommen. In Afrika gibt es drei Länder, die in die Kategorie der Entwicklungsländer eingestuft sind: Südafrika, Namibia und Marokko. Entwicklungsländer sind bereits an der Schwelle zu einem „Zweiten-Welt-Land“ und doch sind die Bedingungen hier weit entfernt von den Annehmlichkeiten, die in Österreich so alltäglich sind. Die medizinische Versorgung in Marokko ist noch sehr „einfach“, an einer Blinddarmoperation zu sterben, ist hier nichts ungewöhnliches. Auch die gesellschaftliche Einstellung und besonders der Stellenwert von Frauen in Marokko hat vor allem Ilona sehr irritiert und durchaus auch für Unbehagen gesorgt.

Gut vorbereitet wie immer waren wir nun also in Afrika. Und doch habe ich festgestellt, dass man in Reiseführern, dem Internet und aus Büchern vieles nicht erfährt, was hier zu den Gepflogenheiten des Alltags zählt. Das ständige Verhandeln um alles und jedes, die hygienischen und kulinarischen Gepflogenheiten in puncto Essen und das hektische Treiben haben uns teilweise an unsere Grenzen gebracht.

Von der Hauptstadt Marokkos aus ging es dann endlich mit unserem Guide Richtung Sahara. Rund zwölf Stunden Autofahrt lagen vor uns auf teils mehr als „abenteuerlichen“ Straßen. In Marokko ist die Infrastruktur, gerade im Umland, noch sehr notdürftig ausgebaut. Für eine Fahrzeit von 12 Stunden muss man mit einer Anreise von 2 bis 3 Tagen rechnen, die auch keinen wirklichen Erlebniswert hat – außer dem Zustand der Straßen.

1001 Erlebnisse in Marokko Dafür belohnt einen diese unglaubliche Wüste mit ihrem klaren Anblick umso mehr für die etwas holprige Fahrt. Ich habe selten so etwas interessantes und wunderschönes gesehen, wie die unterschiedlichen und unglaublichen Lichtstimmungen der Sahara. Tagsüber ist die Landschaft durch den extrem hohen Sonnenstand allerdings kein geeignetes Fotomotiv, hier verschwinden die Dünen in einem Einheitsbraun. Umso interessanter wird es dafür bei Sonnenauf- oder untergang. Hier zeichnen Licht und Schatten feine Linien und 3dimensionale Bilder in den Sand. Das bedeutete für uns, dass wir gerüstet sein mussten, bevor die Sonne untergeht. Denn beginnt die Sonne mal zu sinken, ist sie auch ganz schnell hinter den Dünen verschwunden.

Morgens hat uns der nahende Sonnenaufgang früh aus unseren Zelten getrieben. Bewaffnet mit leckerem Tee und der passenden Ausrüstung sind hier Bilder für die Ewigkeit entstanden.
So wie wir diese Landschaft in uns aufgesaugt haben, wird es sie nie mehr geben. Alles ist in Bewegung. In der Natur gibt es keinen Stillstand. Die Natur ist getrieben von ständiger Erneuerung und Veränderung. Am Rand der Wüste sind die Dünen am höchsten aufgrund der Mischwinde, die hier besonders intensiv sind.

Marrakech hat uns mit seiner faszinierenden Architektur, seinem außergewöhnlichen Leben und seinem Hauch von 1001 Nacht begeistert.
Djemaa el-Fna, das Herz der Stadt, gilt als ihr größtes Freiluftrestaurant. Wer sich hier seinen Weg durch Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler und Händler bahnen möchte, braucht gute Nerven und darf definitiv nicht an Platzangst leiden. Der Herr Schlangenbeschwörer war ähnlich schlecht gelaunt, wie seine aufgeregte Cobra und ich habe schnell mein Foto gemacht und dann das Weite gesucht.

Den Abschluss unserer Reise verbrachten wir im Royal Mansour, ein unglaubliches Refugium im Herzen von Marrakesch. Ein unglaubliches Haus, das einen direkt in ein orientalisches Märchen verfrachtet. Unglaubliche Architektur mit wunderschönen und liebevollen Details. Aufwändiger Innenarchitektur und detailreich ausgestattete Riads lassen den Aufenthalt im Royal Mansour zu einem Erlebnis werden. Am Rand der Medina gelegen bietet das luxuriöse Hotel einen traumhaften Garten, der alleine schon einen Besuch wert ist. Es ist ein Paradies, eine Oase mitten im hektischen Treiben von Marrakesch und hat unseren Aufenthalt am afrikanischen Kontinent perfekt abgerundet.

Die Gegensätzlichkeit zwischen meiner Fotoreise nach Island und kurz darauf die Hitze Marokkos hätte nicht größer sein können. Vom kalten, klaren Norden ging es Schlag auf Schlag in die heiße Sahara.
Auf die Frage, ob ich wieder nach Afrika reisen werden, um zu fotografieren, kann ich nur mit einem klaren JA antworten. Mein nächstes Ziel auf diesem Kontinent liegt auch schon fest: Ich möchte die Naturschönheiten Namibias festhalten. Und schließlich gibt es auch noch unseren nächsten Kontinent durch den Sucher meiner Kamera zu entdecken. Das wilde Australien steht ganz oben auf unserer Bucket List.


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ÍSLAND - Ég elska þig

Island meine Fotolove-Story. 

Island hat mich fest im Griff. Gedanklich und emotional lässt mich die raue Insel im hohen Norden nicht mehr los. Das spezielle Licht, die unglaublichen Landschaften, die vor meiner Kamera posieren, die Herausforderungen, die das unberechenbare Wetter mit sich bringt, all das lässt mich seit Jahren nicht mehr los.

Als ich 2014 das erste Mal auf diese Insel kam, um zu fotografieren wusste ich, das wird eine lange Freundschaft. Jede Jahreszeit habe ich in Island schon erlebt: 2mal habe ich den rauen Winter mit wunderbaren Nordlichtern erlebt, 3mal war ich im lauen Herbst und jeweils einmal im Sommer und Frühling auf der Insel.  Jede Jahreszeit hat ihre ganz besondere Faszination in Island, der harte Winter mit seinen klaren Farben und der Faszination der Nordlichter hat es mir aber am meisten angetan.

Bereits zum 8. Mal reise ich wieder in das Land der Söhne und Töchter der gefürchteten Wikinger. So ganz furchteinflößend sind sie ja nicht mehr, die Isländer – im Gegenteil. Ich bin auf all meinen Reisen immer auf Unterstützung, Freundlichkeit und Gastfreundschaft gestoßen. Vielleicht, weil ich diesem Land und seinen Bewohnern mit dem höchsten Respekt begegne. Wer hier sein Leben bestreitet hat das wohl zu Recht verdient. Wenig Sonne, puristische Wärme und ein unberechenbares Wetter machen den Menschen der Insel das Leben sicher nicht immer einfach. Gepaart mit der unendlichen Weite des Landes bekommt Einsamkeit hier manchmal eine völlig neue Dimension. 

Außerdem zwingt mich ein schon lange verfolgtes Ziel wieder nach Island: Es ist mein 3. Versuch eine der Gletschereishöhlen von innen zu fotografieren. Tauwetter und ein heftiger Sturm haben mir bisher dieses Erlebnis vermiest. Ich hoffe das diesmal alles passt damit der Zugang zur Gletscherhöhle aufmacht und mich einlässt in seine magische Welt.

Island überrascht mit vielen Gegensätzlichkeiten und eine wahnsinnigen Breite an Eindrücken: Die Walboote im Hafen und die vollbepackten Fischerboote trifft man hier genauso wie abenteuerlustige Wanderer, Kletterer oder wortkarge Schafbauern. Stilistisch individuelle Jugendliche und Junggebliebene beleben die Straßen von Rekjavik während man am Land eher schweigsame Farmer trifft, die die Stille ihrer Insel bevorzugen.Geredet wird in Island nicht viel, improvisiert dafür umso mehr. Daran habe auch ich als Fotograf mich schnell gewöhnen müssen. Du kannst auf dieser Insel absolut gar nichts planen. Und damit meine ich nichts. Lacht dich in einem Moment die Sonne verführerisch an, so peitscht dir 5 Minuten später kalter Regen mit saftigen Windböen ins Gesicht. Für meine Models, allen voran Katrin immer eine Herausforderung, aber sie wären nicht Inselkinder, wenn sie diese manchmal echt harten Bedingungen nicht mit einem Lächeln quittieren würden.  Diesmal entführe ich Katrin wieder an einige der schönsten Orte der Insel und habe unglaublich schöne Kleider von Esther Hoffmann im Gepäck.  Ich freue mich schon seit Monaten auf dieses Shooting und die Inszenierung der Modeträume von Esther mit Katrin.

Es gibt Orte in Island, da fühlt man sich in surreale Traumwelten entführt. Schwarze Strände, wie der von Vik, die einsam vom Meerwasser umspült werden. Flugzeug- und Schiffwracks, die Hauptdarsteller oft erzählter Geschichten an lauschigen Lagerfeuern sind und eine Tierwelt, die man nirgendwo so erleben darf. Die mächtigen Wale, die sich majestätisch durch die Wellen pflügen, Papageitaucher und Lummen, die einen zu verhöhnen scheinen, überall Schafe und flauschige kleine Islandpferde. So karg die Insel auch mancherorts scheint, so reich ist sie an Tieren. Mit ein Grund, warum man Bäume auf Island vergeblich sucht. 

Hotpots, Wasserfälle und fantastische Küstenlandschaften warten auf einen an jeder Ecke von Island und wenn man sich die Mühe macht genauer hinzusehen und nachzufragen, dann entdeckt man auch einsame, wunderschöne Flecken auf der mittlerweile bei Touristen sehr beliebten Insel. Ich klettere dafür durch enge Felsschluchten, musste schon mehrmals vor der Flut flüchten und habe schon stundenlang im kalten Regen gelegen. Aber jedes einzelne Bild erzählt die Geschichten einer Reise, die mich tief in meinem inneren berührt hat. Diese Bilder sind Zeugen von Momenten, die sich fest in meinem inneren Auge eingebrannt haben und mich immer wieder an diese wunderschönen Orte entführen. Diesmal bleibe ich 9 Tage und werde mich im Süden der Insel aufhalten. Fixpunkte meiner diesjährigen Reise sind: Vik, Jökulsárlón und Vestrahorn. Alles weitere werde ich in Island vor Ort entscheiden – je nachdem welche Wettersituationen auf mich diesmal warten.Von jeder meiner Reisen habe ich Lieblingsbilder mitgebracht, aber ich glaube, am meisten hänge ich an diesem Bild: 

Ich habe ewig lange an diesem Strand verharrt, in Erwartung des perfekten Moments. Bei dieser Welle wusste ich: Das ist er. Die Welle hat mich dann auch kurzerhand erfasst – auch meine Hauptkamera ging baden und hat den nassen Ausflug nicht überlebt. Einzig die Speicherkarte konnte ich retten, mit ihr dieses wunderbare Bild zu dem ich seit diesem Erlebnis eine sehr spezielle Verbindung habe.

Wie jedesmal wird mich die Insel überraschen und mich zum Improvisieren zwingen. Das Shooting mit Katrin am schwarzen Strand von Vik wird mir wieder alles abverlangen. Der Strand ist gefährlich und Shootings dort sind einfach unglaublich anstrengend. Als Fotograf wird dir hier wirklich alles an Flexibilität und perfekter Technik abverlangt, weil das Wetter und die Gezeiten hier unheimlich schnell wechseln. Mit den ausladenden, extravaganten Kleidern wird das sicher auch für Katrin eine Herausforderung.

 

Ich bin schon gespannt auf dieses weitere Abenteuer mit sensationellen Bildern in und aus Island. Es ist fast wie ein Wiedersehen mit einem alten Freund und ich freue mich auf dieses beeindruckende Land, seine Bewohner und vor allem auf spannende, herausfordernde Shootings mit den besten Bildern als Ergebnis.Ich nehme euch mit nach Island: Folgt mir auf Instagram und erlebt mein Inselabenteuer auf meinen Instagram-Stories hautnah mit. 

Sjáumst! Euer Michael


How to Antelope

Ein Erlebnis das man nicht mehr vergisst. 

Für mich stand eine Reise zu dem Antelope Canyon seit Jahren ganz oben auf der Wunschliste. Auf unserer diesjährigen USA Reise habe ich mir diesen Traum erfüllt. Zweifelsohne habe ich mit viel Schönheit gerechnet, da ich doch schon das ein oder andere Bild gesehen habe. Es dann tatsächlich selbst zu erleben ist schon ein Erlebnis das Eindruck hinterlässt.

Ich habe mir, zugegeben, trotz großem Recherchenaufwand, schwer getan einen brauchbaren Ablaufplan zu erstellen. Wann fotografiere ich am Besten, sind Stative erlaubt, wie dunkel ist es da unten eigentlich wirklich, kann ich da selbst hin oder muss ich eine Tour buchen… Fragen über Fragen die mir niemand so recht beantworten konnte.

Solltet ihr zukünftig einen Besuch in einem der beiden Antelope Canyons planen werden euch die nächsten Zeilen das Leben erleichtern. 

Einige Fakten: 

  • Es gibt zwei Canyons, den „Upper Antelope Canyon“ und den „Lower Antelope Canyon“ beide befinden sich ung. 10 Autominuten vom kleinen Städtchen „Page“ entfernt.
  • Der „Upper Antelope Canyon“ ist der bekanntere, vor allem aufgrund der „Lightbeams“ welche ausschließlich in den Sommermonaten zu sehen sind.
  • Beide Canyons befinden sich auf „Navajo Nation Tribal Land“ es ist nicht möglich dort ohne Guide hinein zu gehen. Man muss eine Tour buchen.
  • Der Besuch ist kein Erlebnis welches man für sich alleine hat, die Agenturen vor Ort schleusen alleine durch den „Upper Antelope“ täglich an die 2000 Menschen.
  • Die Farben erscheinen in Wirklichkeit nicht so intensiv wie auf manchen Bildern, Fotografen bemühen den Weißabgleichsregler um dieses Ergebnis zu erzielen.
  • Es kann immer wieder zu Überflutungen kommen, dann sind die Canyons gesperrt.
  • Das Kamera Equipment kommt ans Limit, nicht nur aufgrund der Dunkelheit, sondern vor allem aufgrund des Staubes.
  • Eine Handy Camera ist auf jeden Fall empfehlenswerter als eine DSLR mit der man nicht 100% auf Tuchfühlung ist.
  • Unbedingt Wasser mitnehmen, es ist heiß und vor allem sehr trocken.

Welcher Canyon: 

Der Upper Antelope: ist vor allem bekannt durch seine „Lightbeams“. Diese treten jedoch ausschließlich in den Sommermonaten auf und sind noch dazu extrem schwer zu fotografieren da ein unglaublicher Licht/Schatten Kontrast gegeben ist. (Je mehr Dynamikumfang die Kamera hat umso besser) Er ist jedoch auch ohne Lightbeams sehr sehenswert, da die Farben und Lichter dann gedeckter sind als in den Sommermonaten. Im Upper Antelope entstand auch die teuerste, je verkaufte Fotografie von dem Künstler Peter LIK. Das Bild trägt den Namen „Phantom“ und wurde um unglaubliche $6.5 Millionen verkauft.

Wie fotografieren: Wer besondere Fotografien mit nach Hause nehmen möchte, kommt im Upper Antelope um ein Stativ und einer damit einher gehenden „Fototour“ nicht umhin. Beim Ticketkauf vor Ort muss man sogar Stativ und Kamera vorzeigen, ansonsten gibt es kein Ticket. Bei den normalen Touren ist ein Stativ wiederum verboten. #USA – DU LAND DER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN #NICHT. 😉  Es ist drinnen auch wirklich dunkel. um ein Gefühl zu bekommen- bei Blende 11 hatte ich eine Belichtungszeit von 30 -45 Sekunden. Das macht man auch mit einem ruhigen Händchen nicht mehr aus der Hand! 😉

Die Agenturen nehmen dafür stolze $130 pro Person. Dafür bekommt man aber einen Ritt durch die Wüste sowie einen Guide der einem die Leute fern hält, sodass man zumindestens 2 Minuten Zeit hat um zu fotografieren. Achja- und die bekannten Bilder, wo der Sand von den Wänden runter läuft… Ja, der Guide hat eine Schaufel mit und wirft den Sand ganz einfach nach oben.

Daher auch die Empfehlung die Kamera so gut es geht zu schützen. Weiters empfiehlt sich keine Angst vor Körperkontakt zu haben. 😉

Der Lower Antelope: Weniger touristisch? Nein würde ich nicht sagen, es ist genauso voll gestopft wie beim Upper Antelope. Der Canyon ist nach oben hin offener, dh es fällt mehr Licht hinein und es gibt dadurch ein breiteres Farbspektrum. Wir haben hier eine normale Tour für $25 pro Person gebucht . Fotografieren kann man- ja- aber nur im vorbei gehen. Bleibt man zu lange stehen drängt der Guide auf schnelleres weitergehen. Man kann natürlich auch dort eine Fototour buchen, es gibt dann wieder einen Guide der die Leute für 2 Minuten aufhält.

Zur Ausrüstung: 

Ich würde mich für 1 Objektiv entscheiden. Zu einem Objektivwechsel drinnen würde ich aufgrund der staubigen Umgebung nicht raten. Wer mehrere Brennweiten abdecken möchte sollte am Besten einen zweiten Kamerabody mit hinein nehmen. Ich hatte ein 21mm Objektiv an meiner Kamera und war damit sehr gut beraten. Ich würde schon sagen, je mehr Weitwinkel desto besser, vor allem aufgrund des engen Raumes.

Festes Schuhwerk schadet auch nicht, die Guides haben davon erzählt, dass sie immer wieder Skorpione und Schlangen aus dem Canyon schaffen. Ich selbst kann mir nicht vorstellen das bei diesem Antrag an Touristen auch nur irgendein Tier dort drinnen ist. Wenn das vorkommt dann evtl. in der Früh wenn man zu den ersten Besuchern zählt.

Mein Fazit:

Ich kann es nur jedem empfehlen der eine Reise an die Westküste Amerikas plant diese Naturschönheit zu besichtigen. Es ist definitiv ein Erlebnis das man nie wieder vergisst, egal ob mit Kamera oder ohne. Würde ich etwas anders machen? Nein- ich glaube ich werde diese Reise irgendwann wieder machen, dann im Sommer mit Lightbeams. 🙂 Wenn ihr im Canyon drinnen seid, schaut auch mal nach oben, das gibt teilweise sensationelle Perspektiven wie auf dem Bild darunter.

Lasst mich wissen ob ihr noch Fragen habt, ich werde versuchen diese bestmöglich zu beantworten.


Moonwalker

A Journey to another world.

Island, ein Land voller Abenteuer und atemberaubender Landschaften. Für mich war es bereits die fünfte Reise auf die Insel im hohen Norden. Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt, wie kann man nur 5 mal nach Island reisen. Glaub mir, spätestens nach einer Woche hat dich diese Insel in Ihren Bann gezogen. Warum das so ist, man kann es schwer in Worte fassen, es geht einem sehr nahe wenn man diese Freiheit und Vielfalt des Landes inhaliert. Es gibt nur sehr wenige Länder auf unserem Planeten welche eine derartige Vielfalt auf so kurzer Distanz verkörpern, von unendlichen Lavafeldern bis hin zu den tanzenden Nordlichtern. Island lässt dich nicht wieder los.

Dieses mal habe ich geplant mich auf die Suche nach dem verunglückten Flugzeugwrack einer DC-3 zu machen. Das Wetter ist schlecht, Nebel, eisiger Wind, Sturm, die Landschaft grau, schwarzer Vulkansand bis ins Meer. Die Sonne hinter dunklen Wolken. So ähnlich muss das Wetter wohl auch am 21. November 1973 gewesen sein. Eine DC-3 der US-Army ist im Anflug auf Höfn, der Funkkontakt ist abgebrochen und die Tanknadel bewegt sich von der Null nicht weg. Ein Albtraum für die Piloten und Mannschaft der Militärmaschine. Der Pilot trifft die schwere, aber wohl einzig richtige Entscheidung: Notlandung am Strand von Sólheimasandur.

Nach einem Marsch von einer knappen Stunde querfeldein sieht man das Wrack, unreal, wie von einer anderen Welt. Es erinnert schon sehr an einen anderen Planeten was man dort vorfindet! Für mich war das die perfekte Location um eine lange geplantes Projekt umzusetzen.

MOONWALKER:

Eine Lifestyle Story an einer der unglaublichsten Locations der Welt!

Wer sich auf die Suche nach dem Flugzeugwrack machen möchte wird heute eher fündig als noch vor einem Jahr. Wenn man sich auf der Ringstraße 1 von Vik in Richtung Reykjavik bewegt kommt man nach ung. 30Km bei einem sehr großen Parkplatz vorbei. Dieser befindet sich auf der linken Straßenseite. Wirklich nicht zu übersehen, von dort aus heißt es Füße in die Hände nehmen und ung. 3 km zu fuß Richtung Süden gehen.

Path to Wrecked DC-3 Plane on Sólheimasandur, Island