Warum ich mich diesmal für Namibia entschieden habe?

Zum ersten stand dieses Land schon viele Jahre auf meiner bucket list, zum anderen war es diesmal mein klar definiertes Ziel den Fokus mehr auf Tierfotografie zu legen. Namibia ist, gerade was den afrikanischen Kontintent anbelangt, die perfekte Destination dafür. Es ist hier relativ sicher und dieses Land verfügt über beeindruckende Landschaften und bietet in zahlreichen Resorts eine unglaubliche Vielzahl an Wildtieren.

Mein fotografischer Begleiter war, wie schon oft, Felix Mayr, der sich dieses Abenteuer auf keinen Fall entgehen lassen wollte und der ja auch schon einiges mit mir erlebt hat. Mein Ziel war es, drei unglaubliche Bilder mit nach Hause zu nehmen. Namibia hat mir viel, viel mehr geschenkt. Unzählige, beeindrucken Bilder und Momente, die mein Herz für immer begeistern werden.

Wüstenmagie & Dünenzauber

Gestartet sind wir im Erindi Wildschutzgebiet, dort ist es erlaubt, die Tiere auch abseits der Straßen zu fotografieren. Statt in den sonst üblichen Großfahrzeugen durchquerten wir das Habitat mit unserem Guide in einem kleinen Jeep, ohne Türen und Dach. Etwas mulmig war uns ehrlich gesagt schon, den Tieren plötzlich wirklich so nah sein zu können. Wir dachten mit dem Auto hätten wir schon unsere Komfortzone verlassen, weit gefehlt, da ging noch mehr.

Mir war es nicht wichtig, möglichst viele Tiere vor die Linse zu bekommen. Der Fokus lag klar auf der Qualität. Ich wollte Zeit verbringen mit dem Tier, sein Wesen erfassen. Den einen Moment erhaschen, der ein Bild so lebendig macht. Nicht ganz einfach, denn posen die anmutigen Giraffen und majestätischen Löwen nicht auf Kommando und meiden den Blick ins Licht. Das wir diesen wunderbaren Geschöpfen so nah kommen würden, ich hätte es mir nicht besser wünschen können. Manchmal war es sehr nah und nicht ungefährlich. Aber wer jemals die Präsenz eines Löwenmännchens in freier Wildbahn erlebt hat weiß, dass lässt dich nicht kalt. Es macht was mit einem. Man bekommt so eine Demut, vor dieser wunderbaren Natur. Vor der Stärke, der Unberechenbarkeit und der Entschlossenheit dieser Tiere.

Wenn die Natur Mysterien erschafft

Von Swakopmund aus haben wir die magischen Dünen der Wüste mit einer alten Cesna überflogen. In diesen rund 2,5 Stunden Flug konnten wir die Weite, Farbenpracht und die gigantischen Ausmaße der Namib erfassen. Die Farbenspiele des Sandes, die Ausmaße der Dünen und die unglaublichen Formen, die der Sand hier in die Landschaft zaubert hat mich total in seinen Bann gezogen.

Wagemutig bin ich die zweithöchste Düne bestiegen. Little Mama hat mich alles gekostet. 1,5 Stunden Aufstieg für 10 Minuten Abstieg geben einen Eindruck von rutschigem Sand und der beeindruckenden Steilheit dieser Mutter-Düne. Aber die Aussicht hat jede Millisekunde Plackerei durch den Wüstensand wett gemacht. Eine noch nie erlebte Weite breitet sich vor einem aus und das in schönster Farbenpracht und Stille. Weitblick hat eine völlig neue Dimension für mich bekommen. Die Landschaft ist unwirklich schön.

„Die Leute müssen verstehen, dass die Natur wichtig und wertvoll und wunderschön und eine pure Freude ist.“

David Attenborough, britischer Tierfilmer und Naturforscher.

Reisetipps

Namibia zählt zu den sicheren Ländern Afrikas. Allerdings gelten hier die üblichen Maßnahmen, vor allem wenn man ohne Guide, dafür aber mit Ausrüstung unterwegs ist. Namibia ist für Afrika-Einsteiger auf alle Fälle empfehlenswert. Fotografisch kann ich sagen: Brennweite gewinnt, wer einzigartige Bilder mit nach Hause nehmen möchte. Da der Sand in jede, aber wirklich jede Ritze eindringt, sollte man dementsprechend bei seiner Ausrüstung vorsorgen.

Wer wirklich noch frei buchen möchte, sollte 2 Jahre vor Reiseantritt seinen Trip planen. Nur so bekommt man wirklich noch Unterkünfte nach Wunsch und kann einfach freier planen. Wer selbst fahren möchte sollte bedenken, dass zumindest zwei Fahrer mit den Bedingungen vor Ort klar kommen sollten. Lasst euch die Fahrzeuge erklären und wenn möglich, übt das Fahren mit einem Local. Bedenkt bei den Routen, dass man für 300 Kilometer in Namibia rund sechs Stunden braucht und plant eure Routen dementsprechend.

Beeindruckende Landschaften mit großen Ausdehnungen überblickt ihr gut mit dem Flugzeug, noch besser mit Helikopter. Verzichtet auf Heißluftballon-Fahrten, über dieses Luftgefährt hat man einfach zu wenig Kontrolle. Der Hubschrauber ist hier mein Luftschiff erster Wahl.

Gesundheit & Namibia

Auf der Seite des Gesundheitsministeriums eures Heimatlandes findet ihr Impfempfehlungen und weitere Informationen zum Thema Reisen nach Namibia. Die Standardimpfungen sind Hepatitis A, B und Tetanus sowie wahlweise Gelbfieber.

Dringend zu empfehlen sind allerdings Mückensprays für Körper und vor allem Räume. Die fliegenden Nervensägen sind echt eine Plage. Reisen in der Trockenzeit reduziert deutlich die Anzahl der Mückenstiche, ganz ohne wird es dennoch nicht gehen.

Wann immer du die Möglichkeit hast, geh auf Safari. Geh mit den Wildtieren Afrikas auf Tuchfühlung. Es wird dich verändern und den Blick auf die Welt. Jeder der kann: Erlebe einmal im Leben eine Safari.

Mein Namibia-Fazit

Ich bin begeistert. Die Bilder, die Erlebnisse. All das verschmilzt zu einer so wunderbaren Erinnerung, die ich niemals missen möchte. Ja, Afrika, ich hab mein Herz bei dir gelassen und ich komme definitiv wieder. Der Aufwand war brutal, die Herausforderungen mächtig. Die Ergebnisse unglaublich und die Momente für die Ewigkeit. Offroad das Land zu bereisen, mit diesen wunderbaren Tieren so auf Tuchfühlung zu kommen und diese Landschaftswunder im Herzen abzuspeichern ist jede Mühe wert.

Ich werde wieder kommen, ich hab so viel gelernt und so viel gesehen. Ich habe dieses Land in mein Herz geschlossen. Um euch einen Eindruck der Faszination Namibias zu machen schaut einfach in unsererm Shop vorbei.

„Afrika verändert dich für immer, wie kein anderer Ort auf der Welt. Wenn du einmal da warst, wirst du niemals mehr derselbe Mensch sein. Aber wie soll ich diese Magie jemanden beschreiben, der sie noch niemals erlebt hat? Wie kann man den Zauber dieses gewaltigen Kontinents, dessen älteste Straßen Elefantenpfade sind, in Worte fassen? Vielleicht lieg es daran, dass Afrika der Ort unserer aller Anfänge ist, die Wiege der Menschheit, wo sich vor langer Zeit zum ersten Mal Spezies in der Savanne aufgerichtet haben?“ (Brian Jackman, britischer Journalist)